07. 02. 2012

Dieser Blogg wird wohl einer der ganz kurzen Sorte. Aber ich sitze gerade im Internetcafe und die Chance muss man natürlich ausnutzen. Also am Freitag ging es mir irgendwie schon wieder nicht so gut, in der Schule gab es nichts zu tun also bin ich spät aufgestanden und dabei ist es den ganzen Tag eigentlich auch geblieben. Ich hatte leichte Halsschmerzen und ein bisschen Husten und das wurde den Abend über, den wir mal wieder in der einen oder anderen Bar verbracht haben auch nicht gerade besser. Am nächsten Morgen hatte ich ziemlich schlimme Halsschmerzen, das war aber weniger das Problem, als dass ich keine Stimme mehr hatte. Das hält auch noch bis heute an, was echt nervt. Heute ist es schon besser. Ich habe aber immer noch Halsschmerzen und Husten. Am Samstag habe ich deshalb dann abends nichts mehr gemacht. Wer hätt’s gedacht? Am Sonntag genauso wenig wie sonst auch gemacht. Am Montag, also gestern habe ich dann mal mein Zimmer aufgeräumt und ordentlich sauber gemacht. Das war auch echt nötig weil immer noch Teile von meinem Reisegepäck auf dem Boden lagen. Von dem Reisegepäck von vor etwa einem Monat. Nunja. Heute bin ich dann relativ früh aufgewacht aber Konrad wollte dann noch kurz Weißwäsche waschen, daraus wurde dann aber nichts und irgendwann bin ich dann eben ins Internetcafe gewandert. Jetzt sitze ich hier und sollte mir mal endlich Gedanken machen was ich so nach meinem Ghanaaufenthalt machen will. Studieren, arbeiten oder einfach doch auswandern weil das Reisen so schön war? Man weiß es nicht und aus dem Grund sollte ich jetzt mal hier Schluss machen und mich auf das Wesentliche konzentrieren. Als wäre ich da jemals gut drin gewesen… 😉

Grüße aus Ghana, Jakob.

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02. 02. 2012

Ich wollte mich mal wieder mit einem meiner Blogs melden. Also seit meinem letzten Blog vom Montag den 23. Ist nicht allzu viel passiert. Wie die Meisten die diesen Blog lesen wissen werden, haben wir ja eine Spendenaktion für eine Schulbibliothek gemacht. Dieser Blog soll also hauptsächlich unserer Aktion gewidmet werden. Erst einmal will ich all denen danken die für unser Projekt gespendet haben! Wir haben am Montag erfahren, dass wir sehr wahrscheinlich ein Bücherregal für 100 Cedi durch „Beziehungen“ bekommen. Auf dem Konto waren zu dem Zeitpunkt etwa 500€, also 1.000 Cedi. Alle anderen Schreiner wollten für ein Regal mindestens 200 Cedi die wir nach ein paar Büchern nicht mehr gehabt hätten. Also war es gut, dass eine Freundin von Loszu zufällig auf einer Party einen Schreiner aufgetrieben hat der etwas für unsere Aktion übrig hatte (ein Libanese) und der sich dann bereiterklärt hat ein Regal für uns zu machen. Eigentlich wollten wir 9 Regale haben, dann ist uns aber wieder eingefallen, dass es bei einer Bibliothek eher auf die Bücher als auf die Regale ankommt und so haben wir uns jetzt auf drei Regale insgesamt geeinigt, womit wir dann noch 500 Cedi für Bücher haben. Also sind wir, Eva, ihre Gastmutter, Konrad und ich,  am Mittwoch in die Stadt gefahren und haben etwa 10 Bücherläden abgeklappert und alle möglichen Bücher gekauft. Von Schulbüchern die den Lehrern als Unterrichtsmaterial dienen sollen,  Lernbücher die die Kinder sich ausleihen können wenn sie etwas noch genauer wissen wollen (davon eher weniger, da wir dachten das macht eher wenig Sinn und ist eher für die hochmotivierten die sowieso schon an einer Privatschule sind…) und natürlich Geschichten in jedem Leselevel, das beinhaltet auch ganz einfache Bücher, fast schon Bilderbücher, für die ganz Kleinen und für die die noch nicht so gut lesen können. Konrad ist dann noch in der Stadt geblieben um Stoff für einen Bettbezug zu kaufen. Ich wollte das zwar auch machen lassen, habe mich an dem Tag aber leider nicht so gut gefühlt. Deshalb sind wir dann zu dritt zurück nach Tanoso gefahren wo wir die Bücher noch nummeriert haben. Am nächsten Tag sind Konrad und ich dann auf den Zentralmarkt gefahren weil Konrad zu wenig Stoff bekommen hatte und ich wollte mir auch einen Bettbezug aus den ghanaischen Stoffen machen lassen und außerdem noch einen Kapuzen-„Pulli“ aus irgendeinem bunten traditionellen Stoff. Ich dachte erst das sieht sicher bescheuert aus aber ihr werdet es ja bald selbst sehen wenn ich ein Bild hochladen kann. Später am Tag sind wir dann direkt zum Schneider mit einem von Konrads Bettbezügen aus Deutschland und unseren Stoffen im Gepäck. Für mein Kapuzenteil brauchte der Knilch allerdings auch noch eine Vorlage, obwohl er es drei Tage zuvor schon einmal gemacht hatte. Ich musste also am nächsten Tag nochmal hin. Der Chef von der Schneiderei ist ein echter Profi. Er hat eine Mode- bzw. Designschule besucht, dann aber abgebrochen weil er meinte, es nicht mehr nötig zu haben. Das meinten scheinbar auch die Kunden den jetzt hat er bereits etwa 10 – 15 Angestellte die für ihn die kleinen Arbeiten erledigen und er kümmert sich nur noch um die wichtigeren Sachen wie Anzüge und Aufträge.

Also am Freitag war dann schon Evas letzter Tag in der Schule, da sie Mitte nächster Woche mit Dennis wieder nach Deutschland fliegt. Beiden hat es zwar sehr gefallen aber beide hatten Gründe weswegen sie wieder in Deutschland sein wollten, das ist aber jetzt nicht Teil dieses Blogs. Am Freitag saßen wir also das letzte Mal alle drei zusammen im Lehrerzimmer und haben uns wieder einmal mit den Lehrern unterhalten, Bananenbrot gegessen und getan auf was man eben sonst noch so kommt. Ich bin dann aber bald wieder abgehauen weil ich noch zum Schneider musste. Danach bin ich dann mal wieder im Internetcafe in der Uni gewesen. Dort habe ich dann versucht mich mal endlich für ein Studium zu entscheiden oder zumindest gründlich darüber zu informieren. Der Studientest hat mir prophezeit, dass ich mit meinen Interessen eigentlich gar kein Studium bräuchte was mich dann so entmutigt hat, dass ich das erst mal bleiben lassen habe. Was wir am Abend gemacht haben kann man sich wahrscheinlich schon denken: wir haben uns mit den Leuten aus Denkyemouso getroffen und allesamt den Abschied von Eva und Dennis in einer Bar begossen. Danach haben wir einem Trotro ganze 20 Cedi dafür gegeben, dass es und nach Bantama fährt. Wir waren 10 Leute, es hat sich also schon gelohnt. Da haben wir dann all die anderen getroffen mit denen wir sonst so ausgehen, also die Leute von Loszu. Das ging dann bis spät in die Nacht so weiter. Am Samstag haben wir eigentlich ziemlich wenig gemacht, außer am Abend, da bin ich dann nochmal mit den Leuten von Loszu weggegangen. Als ich dann um halb vier Uhr morgens nachhause gekommen bin, ist der Gastvater ganz aufgeregt aus dem Haus gestürmt gekommen und erst als er mich gesehen hat, hat er mir gesagt, er dachte er hätte einen Dieb beim Einbruch erwischt… uuups. Peinlich… Am Sonntag wollte ich eigentlich waschen, habe es dann aber doch irgendwie verdrängen können. Wer mich kennt weiß, dass ich darin wirklich ein Meister bin… Am Montag habe ich immer noch nicht gewaschen, ich musste ja in die Schule gehen und am Nachmittag war es dann viiiiel zu heiß. Am Dienstag habe ich mir dann vorgenommen, weil es so viel Wäsche war, mir den ganzen Tag zum Waschen frei zu nehmen. Dann habe ich versucht die Waschmaschine die wir zwar besitzen aber nie gebrauchen in Gang zu bekommen. Da wir kein fließend Wasser haben muss man wie ich gehört hatte, einfach Wasser da rein schütten wo normalerweise das Waschmittel reinkommt. Da das Wasser aber auch nicht abfließen kann (wohin auch?) muss man den Schlauch wo das dreckige Wasser rauskommt in einen Eimer hängen den man dann immer mal wieder in den Garten kippt. Das ist ein ganz schönes Heck meck. Aber es lohnt sich dergestalt, dass die Wäsche, die man mit der Hand zu säubern nicht imstande ist, endlich mal wieder sauber wird. Ich liebe verschlungene Sätze, auch wenn das nicht in den sonstigen Wortfluss passt. Dumm war dann nur, dass am Mittag, also kurz nach der ersten Maschine der Strom ausgegangen ist. Wir hatte mal wieder nicht genügend Stromcredits. Das hatte sich also nicht so wirklich gelohnt. Aber als dann die Gastmutter nachhause kam hat sie den Strom irgendwie wieder angemacht und ich konnte noch eine Maschine waschen. Die Weißwäsche habe ich nicht mehr hingekriegt aber nur weil die Leine schon voll war. Am Abend gab es dann Fufu und in der Nacht Bauchschmerzen für mich. Am nächsten Morgen hatte ich dann Durchfall, Husten und immer noch Bauchschmerzen. Also bin ich noch einen Tag zuhause geblieben. Heute bin ich wieder in die Schule gegangen, habe angefangen diesen Blog zu schreiben, habe die Bücher die schon vor unserer Zeit für die Bibliothek vorgesehen waren inspiziert, alte Schulbücher ohne großen Wert. Am Mittag habe ich festgestellt, dass ich mich definitiv an dem Bananenbrot zum Frühstück überfressen habe und bis gegen halb zwei wieder nachhause gegangen. Jetzt habe ich schon wieder so einen langen Blog geschrieben, obwohl der doch jetzt mal kürzer werden sollte. Mist.

 

Na dann, Bis zum nächsten Mal, euer Jakob.

 

 

 

 

 

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23. 01. 2012

Am Wochenende (dem 20. Januar) sind wir, das heißt alle von unserer Organisation, Nico und Max, nach Accra gefahren. Dort wollten wir alle zusammen am Freitag Party machen und am Samstag Eva in Accra treffen, die die ganze letzte Woche mit ihrem Vater rumgereist ist und am Samstag Geburtstag hatte. Wir wollten erst mit einem der öffentlichen Busse fahren, die waren aber um halb drei schon alle weg. Also doch mit dem Trotro. Das hat uns natürlich weniger gefreut, besonders als wir mal unseren ungemütlichen Platz hatten. Nach fünf ein halb Stunden waren wir endlich da. Auf dem Weg hatten wir noch einen kleinen Unfall: ein entgegenkommendes Trotro hat einen riesigen Ballen mit Stoffen vom Dach verloren und dieser ist dann mit hundert Sachen in unser, auch etwa 100 km/h fahrendes Trotro geknallt. Gottseidank hat es nur den Frontscheinwerfer und nicht unseren Fahrer erwischt. In Accra sind wir dann zuerst in unser Hostel gegangen. Das wo wir beim letzten Mal übernachtet haben war leider schon voll also mussten wir mit einem Guesthouse direkt nebenan Vorlieb nehmen. Wir haben 3 Cedi mehr gezahlt und haben im Haus von einer ganz netten Frau geschlafen, die einfach zwei Zimmer mit jeweils ein paar Betten vermietet hat. Das Problem war nur, dass wir ein paar mehr als nur „einige“ waren und so mussten dann die zwei Mädels im Wohnzimmer auf dem Bett schlafen. Am Abend sind wir dann so von einer Bar zur anderen gezogen,  waren noch in einem „irish Pub“ der zwar von einem Inder oder so geführt wurde aber alles von dem Flair eines deutschen irish Pub hatte. Hinzu kam noch, dass wir wussten, dass am Freitag dort ein Elektro DJ auflegt. Um halb fünf waren wir im Bett.

Am nächsten Morgen waren dann alle entsprechend fit und wir haben ganz viel von Accra gesehen. Der Inhalt unserer Tour: Bread & Egg Stand, Hotelzimmer. Wir haben allerdings auch noch das Hotel gewechselt und sind wieder in unser altbekanntes Hotel vom letzten Mal gegangen weil dort ein großes Zimmer frei geworden ist. Am Abend haben wir uns dann schon wieder fit für die Piste gefühlt und haben uns fertig gemacht um zum „Container“ zu gehen, eine kleine Ansammlung typisch ghanaischer Bar, also „Spots“ auf ghanaisch. Das sind meist entweder ganz einfache Hütten oder eben Container mit lauter Musik und, je nach Größe des Spots, einige bis ganz viele Plastikstühle und –tische. Direkt daneben gibt es einen der in Ghana sehr seltenen Sandwichstände. Also haben wir uns zuerst daran und später am Bier und anderen Dingen gütlich getan. Als Eva dann vom Flughafen kam wo sie ihren Vater hingebracht hatte musste sie, wie ausgemacht, für alle die Getränke zahlen. Das hört sich hart an aber es ist nicht wirklich teuer in Ghana eine Runde zu schmeißen, besonders nicht wenn man sich auf die billigeren Sachen beschränkt. An dem, ach ja an dem Abend davor auch, haben wir einen Typen getroffen dem wir letztes Mal schon von den Loszu Leuten vorgestellt wurden. Er kennt einfach viele Leute und so auch den einen oder anderen von der Organisation „Los zu Ghana“. Später sind wir dann auf seine Empfehlung noch in eine bessere (sehr viel bessere) Bar gegangen wo sie auch Elektro gespielt haben. Außerdem wurden wir von Marvin, dem vorhin beschriebenen Typen, einem weiteren Ghanaer vorgestellt. Dieser arbeitet am Flughafen und kann, sagt er zumindest, umsonst Gepäck für uns verschiffen. Das wäre zwar geil aber in Ghana kann man ja nie wissen. Auf jeden Fall bin ich dann schon gegen halb zwei mit einigen anderen nachhause gegangen und haben uns auf dem Heimweg noch angebratene Nudeln mit Ei und Würstchen geholt, eine Delikatesse die man in Ghana sonst eher nicht findet. Am Sonntag sind wir dann so gegen 10 Uhr morgens aufgebrochen, sind zur Trotro Station gefahren und wurden dort wieder mal enttäuscht: „Nein. Metro Mass Busse fahren am Sonntag keine nach Kumasi…“ Na toll. Wieder ins ein so unglaublich ungemütliches Trotro und fünf Stunden lang die viel zu langen Beine nicht bewegen, geschweige denn ausstrecken können. Hier habe ich dann auch einige Grundsätze zum Trotro fahren aufgestellt die vielleicht interessant sein könnten:

  1. Man nimmt das Trotro nur weil es so billig ist und man als armer Freiwilliger, der am Wochenende auch mal gerne feiern geht, kein Geld hat.
  2. Man denkt sich bei jedem Trotro wieder: „Das ist das schlimmste Trotro was ich je hatte…“
  3. Wenn man es irgendwie zustande bringt im Trotro zu schlafen, dann nur aus Langeweile und um die Zeit totzuschlagen, denn entspannend ist es nie. Denn wenn sich der Körper ausversehen doch einmal entspannt beschwert sich sofort der Nachbar.

Am Sonntagabend haben Konrad und ich dann noch zwei Leute von Loszu getroffen und heute bin ich morgens dann in die Schule. Jetzt sitze ich im Internetcafe und schreibe diesen Blogg.

Das war’s, bis dann, Jakob.

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20. 01. 2012

Hallo erst mal. Ich hoffe ihr hattet alle einen guten Start ins neue Jahr, ich hatte jedenfalls einen, dazu aber später mehr. Zuerst einmal will ich euch warnen. Dieser Blogg beinhaltet die Ereignisse von drei Wochen und zwar von drei Reisewochen, was das ganze ziemlich lang werden lassen wird. Dies ist ein Nachtrag dazu. Ich habe auf der Hälfte beschlossen diesen Blog wie ein Kurztagebuch aufzubauen und nur das wirklich wichtige einzubauen. Das startet dann ab dem 24. Dezember. Die Nummerierung ist, wie man sich schon denken kann, das Datum der Ereignisse. Viel Spaß beim Lesen!

Am 23. Dezember sollten also meine Eltern und mein Bruder gegen 8 Uhr abends in Accra ankommen. Das hieß für mich, dass ich mich nicht beeilen musste. Das dachte ich zumindest. Am 22., abends, hat dann ein Arbeitskollege aus Deutschland angerufen, der Ghanaer ist und zurzeit Urlaub hier macht. Wir haben uns also für den nächsten Morgen an der Busstation verabredet. Schon als ich, mit ein paar anderen Freiwilligen die mit mir im Taxi zur Station gefahren sind, ankam war ich etwas geschockt: Die Station war so proppenvoll, dass die Leute bis zur Straße anstanden und zweieinhalb Stunden allein für die Karten warteten um in die teuren aber luxuriösen VIP-Busse zu kommen. Da es aber schon etwa 11 Uhr war als wir (Mychael und ich) das herausgefunden hatten und ich weder Lust noch Zeit hatte fast 3 Stunden dazustehen, haben wir letztendlich ein Trotro nach Kasoa, einen Vorort von Accra, gefunden. Das Problem war nur, dass ich die ganze Zeit aufs Klo musste. Von Kasoa war es dann kein Problem nach Accra rein und zum Flughafen zu kommen. Ich hatte die Telefonnummer von einem Typen den Keykey (der Sohn des Gründers unserer Organisation) irgendwie kannte und der uns als Taxifahrer dienen sollte. Also rief ich ihn an sobald meine Familie angekommen war. Eine halbe Stunde später kam er dann auch vorbei und lehrte meine Eltern das Warten in Ghana. Im Hotel angekommen (nach ewigen Zeiten im Traffic von Accra um die Weihnachtszeit) wurde erst mal geschlafen. Am nächsten Morgen stand wie verabredet der Taxifahrer vor der Tür und hat uns schon gegen 6 Uhr morgens zu unserem „Beach Resort“ in der Nähe von Accra gefahren. Dieses war teuer aber genauso angenehm. Also haben wir den ganzen Tag am Strand entspannt und am Abend haben wir etwas Schönes zu Essen bestellt, es war ja auch der

24. Heiligabend. So kam es einem zwar überhaupt nicht vor, es war trotzdem schade als es mich auf einmal ganz krass erwischt hat. Ich habe mich ganz schwach gefühlt, mir war schlecht, ich hatte auf einmal garkeinen Appetit mehr. Auf dem Weg zurück ins Zimmer habe ich auf der Treppe zwei Pausen eingelegt weil ich nicht mehr konnte. Dann hatte ich die ganze Nacht Durchfall und Fieber.

25. Krank aufgewacht. 39° Fieber, Durchfall und dieses Schwächegefühl. War aber keine Malaria!

26. Strand, chillen. Extra noch einen Tag verlängert.

27. Früher Aufbruch nach Kumasi.  Mit dem Taxi nach Accra und von da mit dem VIP-Bus nach Kumasi. Familie besuchen, Rucksack beim Essen in einer Bar klauen lassen. Das verdirbt echt die Laune. Kamera, Sonnenbrille und Handy weg. Gewohnt haben wir in einem der edelsten Hotels. Unglaublich ungemütlich.

28. Umzug in neues Hotel. Das ganze Hotel für uns. Nette Atmosphäre. Mittags meinen ICT Lehrer treffen und mit ihm die Schule besichtigen, abends in der Ceci bar Rice balls gegessen. Leon wollte auch einen Anzug, also den Schneider über die Nummer  in meinem Anzug angerufen.

29. Morgens früh auf den Markt, Stoff kaufen, Markt zeigen, Schneider angerufen, Taxi geholt. Der Fahrer war ein Vollpfosten und hat es nicht gerafft. Irgendwann dann doch angekommen. Ich hole den Anzug dann ab und bringe ihn mit wenn ich wieder nach Deutschland fliege. Nummer von meiner Gastmutter vergessen, Direktorin von der Schule angerufen um die Nummer zu bekommen. Abends Fufu bei meinen Gasteltern.

30. Früher Aufbruch nach Cape Coast/ Takoradi. Leon und ich nach Cape Coast, Giselle und Werner nach Takoradi. Wir zum Feiern, die zum Entspannen.

31. Am Strand chillen, Abends das geilste Buffet, Feuerwerk und Party mit geiler Musik und jeder Menge cooler Leute.

1. Alle verkatert, chillen am Abend noch ein Bier. Phillip hat vergessen, dass er, nach dem Aufstehen auf der Liege gewesen ist.  Am Morgen sind dann die meisten gegangen.

2. Manche sind in den Kakum Nationalpark gegangen, Leon, ich und ein paar andere haben den Tag am Strand verbrach. Morgens Bread & Egg mit Laughing cow. Am Abend gab‘s ein zweites Silvester mit viel Bier und einem zweiten Feuerwerk. Danach schwimmen mit Ali (dem Besitzer der Lodge) und um 5 nochmal mit Max.

3. Weniger fit am Mittag dann Mutti und Vati im neuen Hotel treffen und dann wieder im Oasis essen gehen.

4. Morgens das Cape Coast Castle angeschaut, dann zu einer  Lodge im Dschungel mit (anscheinend) 40 großen Krokodilen.

5. Früh morgens mit dem Metro Mass Bus Richtung Accra zu Till’s Beach Resort aufgebrochen. Da dann den ganzen Tag noch entspannt und am Abend noch ein schönes Abschlussessen gehabt.

6. Mittags los, Taxi kam nicht, Leon gestresst, neues Taxi über das Hotel bestellt. Hat alles noch gut geklappt. Abschied am Flughafen und dann alleine mit dem Taxi durchs nächtliche Accra. Absteige. Krank (Erkältung), schlaflos (bis um 1 hat die Musik gespielt, in meinem Kopf dann weiter bis 3), Scheiße.

7. Morgens noch kränker aufgewacht. Malaria? Lab gesucht. Sabine & Phillip abgeholt. müde durch Accra gehirscht. Abends Nico, Mirja Jules getroffen Mirja kam etwas später da sie den Metro Mass genommen hat. Danach sind wir noch kurz ins Chicken Inn gegangen, ein Fastfood Lokal mit Parkeinweiser. Danach ins Bett in einem passablen Hotel mit Siebener Schlafräumen für 7 Cedi pro Person.

8. Gegen halb 10 (Chillergruppe) aufgestanden, nach Hohoe, ein größeres Dorf in der Voltaregion, gefahren und da am frühen Abend angekommen. Häuslich eingerichtet, manche haben für alle was zu essen geholt und dann wurde in der nächsten Bar etwas gegessen und getrunken.

9. Am nächsten Morgen wieder erst gegen 9 aus dem Bett und direkt weiter zu den Wli Waterfalls. Auf dem Weg das 2. Mal im Melcom, einem Supermarkt mit westlichen Produkten, gewesen. Tütensuppen und Mangosaft gekauft. Vom Hotel in der Nähe der Wasserfälle los. Mirja und Emmi sind nicht mitgekommen. Der Rest hat eine Wanderung im 45° Winkel gemacht. 2 Stunden hoch, 2 Stunden runter. Nassgeschwitz wird man auch nicht gesund. Am Abend eine Suppe gemacht und dann noch Nudeln bestellt. Dann noch Bier.

10. Die Rechnung am nächsten Morgen belief sich auf 30 Cedi allein für’s Essen allein für mich. Dann ewig auf ein Taxi oder ein  Trotro oder was sonst noch in diesem Fleckchen verkehren soll. Erst wollten wir zu noch weiteren Wasserfällen. Dann hatten  wir wegen erneut spätem Aufstehen keine Zeit mehr. Taxi nach Hohoe, dann in das Dorf in der Nähe vom Volta. In der Lodge gewaschen. Die Anderen sind noch an den Volta. Ich hatte noch zu tun und Nico wollte noch telefonieren. Also die Anderen zum Essen und Trinken in einem „Restaurant“ getroffen. Dort hat uns dann mal wieder ein Typ angelabert. Er hat gemeint er ist der Trainer eines 1.-Ligateams aus Accra und ob wir nicht Lust hätten am nächsten Tag zu einem Spiel zu kommen. Wir hatten keine Zeit und haben uns von ihm verabschiedet.

11. Diesmal wirklich früh (gegen halb 8) aufgestanden, mit Nico an den Volta Reis frühstücken und am Ufer sitzen. Verrückte Frau wirft  unsere Schale ins Wasser weil sie keine Kippe kriegt. Dann noch Kaffee gekauft und dann mangels heißen Wassers in der Lodge (sonst gibt es das immer umsonst) Eiskaffee aus dem Wasserbeutel entdeckt. Schmeckt mit Zucker wirklich gut. Gegen 12 Uhr nach Ada Foah aufgebrochen. Nach langer Trotrofahrt gieng es nicht mehr weiter und wir mussten ein Taxi mit drei Reihe für, ich glaube, 70 Cedi nach Ada Foah mieten. Im Ort noch was zu essen gekauft. Die Hütten waren mehreckig mit einem runden Strohdach. Die Moskitos haben sich gefreut. Wir nicht.

12. Am Vormittag haben Phillip, Sabine und Ich eine Bootstour gemacht. Es gab nur Motorräder ins Dorf und da wir nicht ewig Geld und Zeit hatten, haben wir zu dritt ein Motorrad genommen. Dort angekommen haben wir einfach einem Kapitän von den Booten zugestimmt, der vorgeschlagen hat uns mitzunehmen. Er wollte pro Person 5 für den Hin- und 5 Cedi für den Rückweg.  Das war günstig. Also haben wir uns in das große Boot gesetzt und wurden rumgeschippert. Schöne Fahrt, viele Bilder gemacht. Auf dem Rückweg wären wir fast noch Jetski gefahren, das hätte dann aber 30 Cedi für 10 Minuten gekostet. Soviel hatten wir nicht. Wir haben uns dann noch ein bisschen umgehört aber es wollte keiner unter 30 Cedi machen. Also wieder mit dem Motorrad zurück. Wir haben dann doch wenigstens zwei genommen. Mein Fahrer musste bei jedem Anlassen sein Motorrad kurzschließen was mich wieder daran erinnert     hat, dass wir immer noch in Ghana sind. Am Abend habe ich dann noch etwas in dem Restaurant    bestellt die anderen haben Sabine mit dem Motorrad losgeschickt und sobald sie weg war darüber gewitzelt ob sie wohl wieder zurückkommt. Eigentlich wollten Mirja, Emmi und Jules noch am Nachmittag nach Accra fahren, haben sich aber dann doch entschlossen noch eine Nacht zu bleiben.

13. Am Morgen sind Mirja, Emmi und Jules dann nach Accra, der Rest, Phillip, Sabine, Nico und ich, sind noch bis zum Mittag geblieben, dann sind wir mit dem Trotro nach Accra gefahren. Am Abend sind wir dann wieder in dem Hotel gewesen wo wir schon beim ersten Mal waren. Wieder sind wir im „Chicken Inn“ gewesen und dann sind wir noch in ein paar Bars gewesen bevor wir nachts um 3 Uhr Mirja zum Flughafen gebracht haben. Dort durften wir dann bis zum Boarding mitkommen weil es so leer war. Da hat man dann schon mal daran gedacht wie es wohl ist selbst wieder nachhause zu fliegen… Nico, Emmi und Jules sind dann gleich mit dem VIP-Bus nachhause nach Kumasi gefahren, Sabine, Phillip und ich sind noch eine Nacht im Hotel geblieben. Wir hatten nämlich noch am Abend den Trainer aus der Voltaregion wiedergetroffen und der hatte uns Karten für das Spiel am nächsten Tag im großen Stadion von Accra gegeben. Im VVIP-Bereich. Hihihi…

14. Da wir erst gegen 5 Uhr morgens ins Bett gekommen sind, sind wir auch erst ziemlich spät wieder aufgestanden. Als wir dann zu dem Spiel wollten, kam es uns etwas seltsam vor, dass niemand am Stadion war. Drinnen waren nur ein ganz paar Fans, das Spiel war aber trotzdem lustig. Hier haben wir dann noch Eva getroffen die in Accra war, um ihren Vater vom Flughafen abzuholen. Der VVIP-Bereich war einfach die Loge wo der Präsident immer sitzt, wenn er ein Spiel in Accra anschaut. Am Abend sind wir dann noch in eine Bar gegangen. Wir wollten eigentlich Döner essen gehen, beim einzigen Stand in ganz Ghana. Der hatte aber zu. Man kann sich nur schwer vorstellen wie frustriert wir waren. Als Entschädigung gab’s dann lecker Sandwich mit Ei, Salat und Chicken. Sabine und ich wollten dann och tanzen gehen und sind zu der Bar gelaufen wo es den Döner gab. Und auf einmal gab es ihn dann doch. Ich war eigentlich schon satt aber ein Döner geht ja bekanntlich immer. Immerhin, es gab Yufka mit Salat, Ketchup, Mayo, und natürlich Dönerfleisch. Geil… J Danach sind Sabine und ich eigentlich nachhause gegangen aber dann kam aus einem Hinterhof Musik und wir wollten ja eigentlich noch tanzen gehen! Also rein in die Privatparty, wir wurden auch immer wieder herzlich dazu eingeladen. Um punkt 12 Uhr waren wir dann zuhause.

15. Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich noch in einen „Zauberwald“ auf der Strecke nach Kumasi, ich habe mich dann aber nicht so gut gefühlt, hatte Durchfall und wollte auch nach drei Wochen einfach mal wieder nachhause. Also habe ich alleine ein Trotro genommen. Auf dem Weg habe ich dann immer wieder Sabines und Phillips Trotro gesehen. In Kumasi war es irgendwie komisch, dass man sich in Tanoso ganz so heimisch gefühlt hat. Trotzdem hatte ich erste Anfälle von Heimweh. Ich habe mich einfach wieder gefreut GANZ nachhause zu kommen, besonders als jetzt meine Eltern da waren und mich wieder daran erinnert haben, dass ich ja noch ein anderes Zuhause habe als mein Zimmer in Tanoso.  Am Abend habe ich mich dann noch mit Nico und ein paar neuen Freiwilligen aus Schweden von Loszu in einer Bar getroffen.

16. Morgens hätte ich eigentlich in die Schule gemusst, ich hatte ja schon eine Woche geschwänzt. Ich war aber zu müde und habe den Tag stattdessen mit Filmeschauen und Schlafen verbracht.

17. Am Dienstag war ich dann zwar in der Schule, kam aber definitiv zu spät zu meinem Unterricht und habe also nichts gemacht. Am Abend dann wieder Nico in einer Bar getroffen.

18. Am Mittwoch habe ich dann bis um 10 Uhr verschlafen und da konnte ich ja dann nicht erst um 11 Uhr in der Schule aufkreuzen, also habe ich es ganz gelassen. Ich hatte nur eine Stunde und ich teile mir die Stunden sowieso mit dem ICT Lehrer dem das, laut ihm, nichts ausmacht wenn ich mal einen Tag nicht komme.

19. Die Schuldirektorin, die auch gleichzeitig Gastmutter von Eva ist, geht jetzt in Rente und jetzt ist unsere Gastmutter als Stellvertreterin die, die das Sagen hat. Am Donnerstag wurde ich gleich von dieser angesprochen. Ich sollte die Ergebnisse der Exams in einer Excel Tabelle festhalten. Na toll. Da war ich bis heute, dem 20. Januar dran. Zwischendurch habe ich dann noch diesen Monsterblogg geschrieben. Heute werden wir alle, das heißt die Leute von unserer Organisation und ein paar von Loszu, nach Accra fahren weil Eva morgen Geburtstag hat. Davon berichte ich aber in einem anderen Blogg, auch wenn ich es heute nicht mehr schaffe diesen hier hochzuladen.

Bis dann, es grüßt euch alle Jakob

PS: Hier ist eine kleine Auswahl von Bildern die ich in der Zeit vom 6. – 15. Januar gemacht habe. Mit einer kleinen Beschreibung. Einfach *hier* klicken und der Ordner wird heruntergeladen!

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18. 12. 2011

Schon wieder ein Blogg. Von der Schule gibt es eigentlich nicht viel zu berichten außer, dass ich am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag nicht in der Schule war. Das hatte den Grund, dass ich krank im Bett lag. Ich bin am Dienstag mit starken Kopfschmerzen und einem „allgemeinen Unwohlsein“, bin dann aber mit einer Schmerztablette wieder eingeschlafen. Als ich wieder aufgewacht bin hatte ich Bauchschmerzen und habe dann erst am Abend wieder etwas gegessen, wovon mir allerdings schlecht wurde. Na toll. In der Nacht habe ich dann auch noch Durchfall bekommen und das Ganze hat sich dann bis Donnerstagabend hingezogen. Am Freitag bin ich dann wieder in die Schule gegangen und am Nachmittag mit Nico, einer Freundin von Loszu, Max, Phillip und Sabine an den nahegelegenen großen See gefahren, Lake Busumtwi. Ich denke zumindest, dass man das so schreibt. So oder ähnlich. Zum See gibt es zu sagen, dass er wirklich riesig ist und weder einen Zu- noch einen Abfluss hat weil er aus einem Kometeneinschlag entstanden ist. Einige Jahre lang ist der Wasserpegel stetig angestiegen und keiner wusste warum. Es hat anscheinend sogar einige Dörfer erwischt. In der Gegend des Sees soll der höchste Gott der Ashanti (also des Volkes das in dem Gebiet hier wohnt). Twi, der Gott, soll aber kein Metall mögen, weshalb es jahrelang verboten war Metallgegenstände in die Nähe des Sees mitzubringen. Deshalb haben die Fischer auch ihre ganz eigene Fangtechnik entwickelt. Nun ja. Wir sind also zwei Stunden mit dem Trotro in das Dorf in der Nähe des Sees gefahren und dann mit einem Taxi zu unserer Lodge. Wir hatten uns Essen mitgebracht, ich hatte kalten fried rice mit Bohnen, Salat usw. Als ich das gegessen hatte war es schon Abend und sind wir dann noch lange im schönen Garten der Lodge gesessen und haben dann beschlossen noch an den See zu gehen. Als wir da waren haben fast alle ziemlich gefroren weil es vom See her sehr kalt war. Ein Max war schon schlafen gegangen und so haben die restlichen Jungs, also Nico und Phillip beschlossen Feuer zu machen. Ich war nicht so begeistert und wollte eigentlich lieber ins Bett gehen. Nichts desto trotz haben sie und Sabine dann angefangen Feuerholz gesucht und versucht das Feuer ohne Papier in Gang zu bringen. Ich habe mich zwar fast ausschließlich darauf verlegt dumme Kommentare abzugeben aber letztendlich hat es dann doch funktioniert und ich war froh mal wieder ein Lagerfeuer zu haben. Es war wirklich schön und wir saßen noch bis 1 Uhr am Strand und haben das Feuer genährt. Am nächsten Morgen hatte ich allerdings wieder ganz bösen Durchfall und ich hatte nicht mehr ganz so viel Spaß. Wir saßen aber sowieso eigentlich den ganzen Tag am Se, haben uns gebräunt und sind ab und zu schwimmen gegangen. Um zwei Uhr haben wir uns dann ein Taxi kommen lassen und sind wieder zurück zu dem Dorf gefahren wo die Trotros abfahren. Zu dem Zeitpunkt hatte ich dann schon ziemlich Magenschmerzen was die Trotrofahrt zur Hölle gemacht hat. Endlich zuhause angekommen bin ich erst mal aufs Klo gegangen und habe mich dann ins Bett gelegt und habe, dank ein paar Pillen ohne gewisse Störungen die Nacht durchgeschlafen. Heute geht es mir eigentlich wieder gut, was ich aber immer noch für die Wirkung von den Medikamenten halte. Ich hoffe mir geht es nicht wieder schlechter. Um 13 Uhr will ich mich mit Nico im Internetcafe treffen um unsere Australienreise zu planen. Wer davon noch nichts weiß: wir wollen zu zweit Ende Mai nach Australien und mit einem kleinen Campingbus die Ostküste entlangfahren. Ich freue mich schon sehr auf die Zeit aber erst einmal wird die Zeit in Ghana in vollen Zügen genossen. Bald ist Weihnachten, obwohl noch nichts von Weihnachtsstimmung aufkommt bei mindestens 30 Grad im Schatten.

Am 23. Dezember werde ich nach Accra aufbrechen wo ich am Abend meine Familie vom Flughafen abholen und dann mit ihnen eine Nacht in Accra verbringen werde. Dann geht es zu einer Lodge am Strand in der Nähe von Accra wo wir Weinachten verbringen werden. Dann zurück nach Kumasi, die Stadt zeigen und dann wieder an die Küste nach Cape Coast. Dort werden mein Bruder und ich die anderen von der Organisation treffen und Silvester feiern. Es werden wohl ziemlich viele werden, da auch noch die Leute von Loszu mitkommen. Ab dem 3. Januar werden wir meine Eltern wieder in Cape Coast treffen und dann vielleicht noch einen Nationalpark anschauen und am 6. Januar wird schon wieder Abschied genommen. Danach habe ich vor direkt in die Voltaregion fahren und ein paar Leute von Loszu treffen die eine Tour den Volta Fluss runter machen wollen wo ich sie natürlich liebend gerne begleite. Das Dumme ist nur, dass eigentlich schon am 9. Januar wieder Schule habe und wahrscheinlich etwas überziehe ;). Danach geht es dann wieder nach Kumasi zurück in die Schule und dann kommt auch mein neuer Blogg raus.

 

Bis dahin, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch, Jakob.

 

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06./07. 12. 2011

Heute ist Dienstag nach unserem Trip an die Küste. Aber bevor ich davon berichte werde ich erst einmal noch von den Fußballspielen in den letzten zwei Wochen schreiben. Vor zwei Wochen war das erste Turnier der Mädels aus unserer Schule gegen viele andere Schulen. Wir sind morgens um 9 Uhr mit einem gemieteten Kleinbus (Trotro) zum Prempeh College losgefahren, wo das Turnier stattfinden sollte. Max, der zu der Zeit immer noch bei uns gewohnt hat, Konrad und ich saßen auf dem Beifahrersitz und die ganze Man(-n)schaft und einige Fans saßen hinten drin. So sind wir also mit viel „Halleluja!“ von der Schule weggefahren. Auf der Fahrt sind die Mädels dann richtig abgegangen. Sie haben so laut gesungen und geklatscht, dass man sein eigenes Wort nicht mehr verstanden hat. Konrad hatte zwei Sätze Trikots dabei worüber sich die Mädels sich auch riesig gefreut haben. Die Trikots waren von „FSV Zwickau“, was dann zu sehr lustigen Bildern geführt hat. 11 schwarze Mädels in zu großen FSV-Zwickau-Trikots. Das Spiel an sich war dann eher Mittelmaß, deshalb haben sie dann auch verloren. Auf der Rückfahrt gab’s dann trotzdem wieder Geschrei. Das nächste Spiel war gegen eine andere öffentliche Schule in Kumasi. Hier haben dann aber auch noch die Jungs Mannschaften gegeneinander gespielt. Die Hinfahrt (mit Max, Konrad, Eva und mir auf dem Beifahrersitz) war länger als beim letzten Mal und deshalb noch ungemütlicher. Die Spiele waren ganz lustig, diesmal waren auch noch einige andere Lehrer dabei und wir saßen im Schatten und haben bei Softeis und das geilste Süß-zeug das ich jemals gegessen habe gegessen: Erdnüsse mit Karamell zusammengeklebt. Einfach nur genial. Aber so langsam habe ich kein Geld mehr für den Monat und da war diese Versuchung jetzt nicht gerade hilfreich. Allerdings habe ich mir gleich noch Kopfhörer und Boxen gekauft, was jetzt so langsam zu einer echten Finanzkrise führen würde, hätte ich nicht bei SICK gearbeitet. (Danke nochmal Schwesterlein!) Also zurück zu meiner Geschichte: Als wir vom Fußballplatz zur Schule zurückkamen, gab es erst einmal Rice Balls von der Schule spendiert. Als es dann an die Rückfahrt ging haben wir erst einmal in die Röhre geschaut. Es gab nämlich nicht genug Platz. Nach mehreren Stunden warten, bis es schon wieder dunkel wurde, kam dann der nächste Bus. Ein Mercedes Sprinter. Nun ja. Wir haben uns erst mal auf den Vordersitz gesetzt und hatten somit schon mal einen Platz. Den Schülern hat man einfach gesagt, dass es jetzt ein paar weitere Stunden dauern wird bis das nächste Trotro kommt. Da waren die Schüler so angespornt, dass wir unglaublich viele Schüler auf teilweise sehr unkonventionellen Plätzen im „Bus“ untergebracht haben. Nach einer wirklich sehr unbequemen Fahrt, die nicht dadurch verbessert wurde, dass die Kinder hinten drin geschrien haben, angekommen sind, haben wir die Schüler mal durchgezählt weil es uns dann doch interessiert hat wie viele Kids man in einen Mercedes Sprinter reinbekommt. Insgesamt (mit uns und dem Fahrer) waren es dann 57 Personen! Ich glaube nicht, dass das Auto dafür zugelassen war… Nun weiß ich zufällig, dass in einen gemeinen Reisebus knapp 30 Leute reinpassen. Ich glaube ich habe eine neue Geschäftsidee…?! Das letzte Spiel war dann am von ein paar Schweden(-innen) organisiert. Am Vormittag sind einige Leute von Los-zu-Ghana zu unserer Schule gekommen weil das Mädchen die das ganze Turnier organisiert hatte die Mädchenmannschaft als Projekt von der Organisation trainiert. Wir saßen dann also den ganzen Tag in der Sonne und haben uns einige Spiel angeschaut. Es war ganz lustig und am Ende wurden die besten Spieler mit Fußballschuhen, und alle anderen mit Medaillen geehrt.

Jetzt fällt mir im Moment erst mal nichts Neues aus dem Alltag ein. Also weiter zu meinem Geburtstag am Freitag letzte Woche. Nico und ein paar Leute von Los-zu, wie wir die Organisation nur noch nennen (und ich ab jetzt auch), wollten am Donnerstagabend unbedingt noch mit mir in meinen Geburtstag reinfeiern. Da wir aber am Freitag um 4:30 aufstehen mussten, denn wir mussten um 5:30 Uhr unseren gemieteten Bus erwischen. Eva war leider krank und konnte nicht mitkommen. Severin, ein Freiwilliger der jetzt schon länger in Ghana ist, hat uns einen „Obroni-Bus“ organisiert (Obroni = Weißer/Fremder) der aus Tanoso direkt zu unserer Lodge am Strand fahren sollte. Deshalb sollten wir eigentlich auch nur 6 Stunden brauchen. Der aufmerksame Leser wird bemerkt haben, dass ich das Wort „eigentlich“ benutze… Denn nach etwa 6 Stunden Fahrt saßen wir noch nicht einmal annähernd im Paradies von dem wir so geträumt hatten. Wir standen viel eher. Und zwar in einem Kaff bei irgendeiner Polizeistation wo unser Fahrer in einer kleinen Zelle saß und dumm rausgeschaut hat. Er hatte nämlich keinen Führerschein und war zu schnell gewesen. Bei der Bestechlichkeit der Polizisten wäre das ja auch alles kein Problem gewesen, hätte er bei den Polizisten die ihn aus dem Verkehr ziehen wollten auch wirklich angehalten und hätte die paar Cedi gezahlt. Das hat er aber leider nicht getan und so haben die Polizisten von besagter nächster Polizeistation ihn aus dem Verkehr gezogen und zwar, indem sie ihn brutal hinter dem Steuer vorgezogen haben und ihn erst mal ordentlich ins Gesicht geschlagen haben. Nach einigen Argumenten die der Fahrer vorgebracht hat, die die Polizisten alle als Lügen abgetan haben, wurde er wie gesagt eingesperrt und wir haben zwei Stunden damit verbracht im und um das Trotro zu warten und allen möglichen Kram von den Frauen an der Straße zu kaufen (wir haben schon vermutet, dass die alle unter einer Decke stecken…). Als wir dann endlich so gegen Abend an der Lodge ankamen dacht man wirklich man steht im Paradies. Ich meine, wenn es ein Paradies gibt, dann kann es nicht sehr viel anders sein. Überall Sand, Palmen schützen ein wenig vor dem Wind vom Meer der die Luft angenehm frisch macht aber niemals kalt: wir sind immer noch in Ghana! Der Strand besteht aus warmem feinen Sand, eingerahmt von ein paar Felsen. Die Wellen sind große schöne Brecher die zum Surfen einladen und einen die Macht des Meeres jedes Mal spüren lässt wenn man dagegen wirft. Unsere Schlafplätze wurden als Schlafsäle beschrieben. Es sah dann eher so aus, dass wir zwei Häuser für uns hatten. Wir waren insgesamt etwa 25 Leute und 15 haben in dem einen geschlafen, 10 in dem anderen. Das eine Haus hatte zwei Stockwerke und bestand hauptsächlich aus Lehm und Bambusrohren. Das zweite Haus, in dem auch ich geschlafen habe, bestand nur aus Bambus und statt Fenstern gab es nur Fliegengitter durch die der Wind geweht hat und immer für frische Luft gesorgt hat. Die Betten waren guter Standard und ich habe nach der Fahrt so gut geschlafen wie schon lange nicht mehr. Am Abend waren wir eigentlich nur noch am Strand, haben den Sonnenuntergang noch mit einem Bier begossen und haben noch etwas gegessen. Ich habe dann leider (immer noch an meinem Geburtstag wohl gemerkt) ziemlich starke Kopfschmerzen bekommen. Deshalb bin ich schon gegen 12 Uhr ins Bett und musste noch eine Schmerztablette nehmen. Am nächsten Morgen war ich dann schon um 6:30 wach und bin als allererstes schwimmen gegangen. Als Konrad dann aufgewacht ist, haben wir beschlossen für 10 Cedi (5€) ein Surfboard zu mieten. Vollkommen unerfahren also mit dme Surfboard ins Wasser und einfach den ganzen Tag Spaß gehabt und am Strand „gechillt“. Am Nachmittag sollte es dann zu dem „Reggae-Festival“ ins eine Stunde entfernte Busua gehen. Wir sind dann erst abends gegen 7 Uhr los. Unser Trotro hat uns abgeholt, da dann aber noch ein paar Holländer mitfahren wollten mussten 3 Leute auf dem Dach platznehmen was aber niemanden groß zu stören schien. In Busua mussten wir dann feststellen, dass das mit dem Reggae wohl etwas falsch verstanden worden war. Erst kam irgendein Hip-Hop Verschnitt und später dann die Musik die man auch in jeder Bar in Tanoso zu hören bekommt. Wir haben dann erst mal die Drinks in den Bars ausprobiert. Als die Nacht dann schon fortgeschritten war, wurde sehr tanzbarer Elektro gespielt. Das darf man sich so vorstellen. Ganz viele Weiße die aus den umliegenden Lodges gekommen waren und anfangs auch genauso viele Schwarze, zum Ende hin waren die Weißen dann aber in der Überzahl. Schon lange nicht mehr so viele Weiße auf einem Fleck gesehen. Alle am warmen Strand, laute Musik, Scheinwerfer und ganz viel gute Laune. Man hat also einfach die Schuhe ausgezogen und barfuß im warmen Sand direkt am Meer getanzt bis man Müde wurde, hat sich dann einen Stuhl geschnappt und sich ein bisschen weiter weg zu allen anderen gesetzt und sich bei Meeresrauschen unterhalten. Die Heimfahrt hat sich sehr gezogen weil alle sehr müde waren, einige auch sehr betrunken. Trotzdem saßen wieder viele auf dem Dach. Am nächsten Morgen bin ich dann erst um 9 Uhr aufgestanden weil wir erst um 4 Uhr im Bett waren. Dann noch eine Runde joggen am Strand und dann eine Runde alleine schwimmen, manche hatten es noch nicht einmal um 9 Uhr geschafft aus dem Bett zu kommen… Zum Frühstück gab es French Toast, leider nur zwei Scheiben. Wir wollten eigentlich um 10 Uhr losfahren, nur waren noch nicht einmal alle aufgestanden. Also haben wir es erst um 11 Uhr geschafft. Im nächsten Ort habe ich mir dann erst mal drei Portionen Fried Rice gekauft weil ich von den kleinen Portionen in der Lodge echt ausgehungert war. Kurz vor Kumasi, schon wieder nach sieben Stunden Fahrt, ist dann auch noch unser Bus kaputt gegangen und die Leute haben erst mal eine halbe Stunde daran rumgeschraubt. Um 8 Uhr waren wir dann etwa zuhause und sind ziemlich müde ins Bett gefallen. Am nächsten Morgen bin ich dann etwas zu spät in die Schule gekommen, Am Dienstag hatte ich meine erste Stunde um 9:10 Uhr, blöd wenn man da erst um 9 Uhr aufwacht… Also bin ich einfach zuhause geblieben und habe gesagt ich sei krank. Funktioniert hier sehr gut, da Konrad so oft wirklich krank ist, kann man das auch ab und an als brauchbare Ausrede verwenden. Am Nachmittag habe ich dann noch Dennis getroffen weil wir ein Geschenk für Phillip kaufen wollten (einen MP3- Player) und ich kannte ja nach dem Kauf meines Handys, meiner Kopfhörer und der Boxen den Verkäufer so langsam so gut, dass er mir einen guten Preis macht. Beim Laden angekommen haben wir uns die MP3-Player angeschaut, ausprobieren konnten wir sie noch nicht, der Typ der den Laden sonst immer schmeißt musste erst noch Stromeinheiten kaufen. Wir haben die Frauen im Laden nach dem Preis gefragt: Die Antwort kam nach einem kurzen Austausch zwischen den beiden Frauen. Als der Typ zurück kam mit dem ich sonst immer zu tun gehabt hatte sind wir mit ihm einfach in den benachbarten Laden gegangen und haben den MP3-Player einfach da kurz an den Strom gesteckt. Als wir den Verkäufer dann noch mal nach dem Prei gefragt haben war der sofort 10 Cedi unter dem was die beiden Frauen verlangt haben. Den Preis kann ich hier ja jetzt schlecht verraten, war ja ein Geschenk. Falls Phillip das hier liest! 😉

Heute, Mittwoch, war dann also Phillips Geburtstag und wir sind nach der Schule direkt nach Denkyemouso gegangen. Schule hat sich heute darauf beschränkt im Lehrerzimmer zu sitzen. Jetzt werden einige sagen, was mache ich denn sonst den ganzen Tag? Wohl war. Aber heute, morgen und Freitag sind nur Exams und deshalb haben wir erstmal frei. Am Montag geht dann das Korrigieren los. Oje. Also In Denkyemouso haben wir dann ein bisschen Phillip gefeiert und beglückwünscht zu seinem 20. Geburtstag. Alter Sack. Ups. Ich bin auch schon 20! Scheiße. Nun ja. Noch kurz eine lustige ghanaische Geburtstagstradition: Der Glückliche wird den ganzen Tag mit Eimern voll Wasser begossen. Ich hatte an meinem Geburtstag nur einmal das Vergnügen, Phillip durfte es gleich viele Male genießen.

 

Jetzt sitze ich hier schon wieder seit Stunden und schreibe, mein Akku ist leer und der Strom ist aus, also werde ich jetzt wohl mal aufhören.

 

Bis demnächst, Jakob.

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30 11. 2011

Heute habe ich beschlossen endlich mal wieder einen Blogg zu schreiben. Es fällt mir, wie schon einmal gesagt, immer schwerer über den Alltag hier zu beschreiben. Es ist einfach nicht mehr so, dass immer etwas vollkommen „abartiges“ passiert, an das man sich noch lange erinnern würde weil man sich einfach an alles hier gewöhnt hat. Wenn dann doch mal etwas passiert, was man nicht erwartet hätte nimmt man es einfach so hin und denkt sich einfach: Ghana eben. Vor kurzem sind wir in der Mittagspause zur nächsten „Chop bar“ gegangen um Fufu essen zu gehen. Um das hier mal kurz zu beschreiben. Die Bar hat eine lange Theke wo man auf der einen Seite Fufu und auf der anderen Seite Banku und Rice Balls bestellen kann (Ich stehe meist auf der Fufu-Seite). Man sagt für wie viel man Fufu haben will (am Anfang fiel es mir schwer auch nur die Portion für einen Cedi aufzuessen, jetzt brauche ich eine Portion für zwei Cedi). Dann wird vom riesen Klumpen Fufu, ein Kleiner abgemacht und in eine Schale gelegt. Danach kann man entscheiden welche Suppe man dazu will, hier muss man darauf achten, dass einem nicht eine angedreht wird die mit Kuhfüßen oder so was ist, sondern nur mit Gemüse, die sehr gut schmeckt und sehr scharf ist. Dann bezahlt man und die Schale wird von einer Bedienung hinter einem hergetragen und man sucht sich einen Platz. Bei besagtem Mal haben wir uns einen Platz draußen gesucht und dann hat ein Dreh von einem Film angefangen. Die ghanaische Filmkunst ist wirklich ungenießbar und deshalb war es relativ witzig da zu sitzen und live Fern zu sehen. Die Umgebung wusste allerdings nichts von dem Dreh und da hat dummerweise ein Lastwagenfahrer nebenan die Umdrehung seines Trucks getestet weswegen man nichts mehr verstanden hat. Das ist aber scheinbar Standard wenn man sich die ghanaischen Filme anschaut. Manchmal sind sogar die Grillen im Hintergrund lauter als die Schauspieler, was den Film noch sinnloser macht.

Die Schule läuft eigentlich wie immer, es hat sich nur jetzt so eingeschlichen, dass wir immer mindestens eine halbe Stunde zu spät kommen. Manchmal aber auch 2 Stunden. Das ist aber eigentlich nicht schlimm weil die anderen Lehrer übernehmen dann mal eine Stunde von uns. Manchmal kommen die anderen Lehrer aber auch gar nicht, wobei es dann nicht auffällt, wenn wir zu spät kommen. Wir sitzen sowieso viel von der Zeit einfach nur im Lehrerzimmer und unterhalten uns mithilfe von Büchern, Laptop und Musik.

In letzter Zeit hatten wir einmal einen Stromausfall im ganzen Dorf. Das war unglaublich wie dunkle es sofort war. Man hat die Sterne viel besser gesehen und der Himmel ringherum hat richtig geleuchtet von der Stadt. In letzter Zeit haben wir allerdings tagsüber keinen Strom mehr weil wir keine Stromeinheiten für den Monat mehr haben. Das System hier in Ghana ist so, dass man immer Stromeinheiten wie Telefoneinheiten kauft. Zum Monatsende sind die eben ausgegangen aber abends machen wir den Strom trotzdem an, weil die Stromgesellschaft das abends scheinbar nicht merkt. Das ist zwar illegal aber die Leute fühlen sich von der Firma sowieso über den Tisch gezogen und haben da überhaupt keine Skrupel. Das mit dem Strom nur abends stört allerdings immens, wenn man einen Film schauen will und der Laptop Akku ist leer. Deshalb lade ich ihn immer in der Schule und nehme ihn dann voll wieder nach Hause. Das sollte ich jetzt auch mal wieder tun, es ist schon wieder 11:15.

Am Freitag habe ich, wie manchen gekannt sein dürfte, Geburtstag. Fabelhafter Weise ist der 2. Dezember ein nationaler Feiertag: Erntedank. (Ich glaub‘ ich ziehe nach Ghana!) An diesem besagten Freitag werden wir dann um halb fünf aufstehen und mit einer Gruppe von etwa 25 Leuten nach Busua an den Strand fahren. Dort ist ein Reggae- Festival und wir haben am Strand ein Hotel. Das heißt es wird sich schon riesig gefreut!

Ansonsten geht es mir eigentlich gut nur habe ich in den letzten drei Wochen fast ununterbrochen Kopfschmerzen, mal mehr, mal weniger. Manchmal ist es auch fast ganz weg und in letzter Zeit ist es schon besser geworden. Am Montag war ich nicht in der Schule aber eher weil ich einfach ziemlich fertig (vom Wochenende?) war und beschlossen habe blau zu machen. Also habe ich, dann doch ziemlich müde, fast den ganzen Tag im Bett verbracht, geschlafen und Filme geschaut (wenn Strom da war). Das war ganz nett und heute geht’s mir schon wieder gut. Am Dienstag war ich immer noch ziemlich fertig, wahrscheinlich weil ich in den letzten Tagen eben nicht gemacht habe.

Heute Abend ist bei uns Pokerabend mit den Jungs aus Denkyemouso. (Das schreibt man immer anders, die meisten scheinen es so oder ähnlich zu schreiben… ich habe mich soeben bei einer Lehrerin erkundigt: das ist die Twi-Schreibweise, während „Denchemouso“ die „englische“ Schreibweise ist. Wieder ein bisschen schlauer.) Die Sache mit dem Poker haben wir am Sonntag vor einer Woche in Denkyemouso (ich schreibe das jetzt immer so!) angefangen und haben beschlossen das zu wiederholen. Wir haben extra alle Kleingeld gesammelt und hatten dann zusammen etwa 23 GHC (Ghana Cedi) in kleinen Münzen.

Diese Art von Party ist leider auch schon die einzige die unsere Gasteltern für vernünftig halten. Da wir (besonders ich) in dieser Hinsicht einfach nicht vernünftig sein wollen gibt es immer wieder Diskussionen darüber wie lange wir wegbleiben dürfen. Eigentlich ist es ja nur fürsorglich, denn die Eltern haben nur ein bisschen Angst um unsere Sicherheit. Wir halten das aber für übertrieben weil wir ja immer mit anderen zusammen sind und nur etwa 8 Minuten zu zweit durch Tanoso laufen müssen. Davor sind wir eigentlich immer mit den Leuten von „Los zu Ghana“ unterwegs. Die müssen sich nie darum kümmern wann sie nachhause kommen weil sie am Wochenende in den Schlafräumen von der Organisation in Tanoso schlafen um zusammenzukommen und eben um auszugehen. Wenn wir allerding um 5 Uhr morgens nachhause kommen müssen wir uns erst mal eine plausible Geschichte ausdenken. Letztes Mal sind wir heimlich über die Mauer geklettert und haben am nächsten Tag erzählt, wir wären bei Nico eingeschlafen und sind dann erst nachhause gekommen. 😉 Das lustige ist wenn man so spät nach Hause kommt, dass ganz viele Leute schon auf der Straße auf sind und anfangen den Hof zu kehren usw. Das blöde daran ist nur, dass die Familie genauso früh wach ist und deshalb sollte man es mit der Zeit nicht übertreiben und ihnen begegnen wenn man morgens nachhause kommt…

Genug des Geschwafels, ich habe schon wieder viel zu viel geschrieben und ich muss ja auch noch den Kram hochladen. Dafür muss ich noch in die Uni gehen weil mein Handy ja nicht mehr so wirklich das macht was es soll, meinem Netbook Internetzugang bieten. Also bis zum nächsten Mal, Jakob.

Zum Abschied noch einen Sonnenuntergang an den man sich schon viel zu sehr gewöhnt hat, der aber immer noch atemberaubend ist:

  Für die, die es nicht gemerkt haben. Ich habe in meinem letzten Blogg einen Link hinzugefügt, unter dem man sich ganz viele Fotos runterladen kann. Die Fotos sind aufgenommen worden zwischen der Uni und unserem Haus, alle paar Sekunden ein Foto. Die Bilder sind nach Uhrzeiten benannt, sollte also nicht schwer fallen sie zu sortieren.

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16. 11. 2011

Jetzt ist es wirklich schon wieder Mitte November. Die Zeit scheint an eine mvorbeizufliegen und jetzt habe ich grade mit viel Aufwand mein Geburtstagsgeschenk abgeholt. Am Morgen ging es mir nicht so gut und ich war muede also lag ich noch im Bett als der Mann angerufen hat der mir mein Paket mitbringen wollte. „Ja wir sind am Koenigspalast. kannst du da hin kommen?“,“Ja, in einer Stunde?“, „OK.“ Das beinhaltete, innerhalb von einer Stunde nach Kumasi reinzufahren, davor noch zu duschen und natuerlich dann noch ein Taxi zu finden von dem der Fahrer das Ziel kennt, ich kannte naemlich nur den Namen. „Zum Koenigspalast?“, „Ja.“ Na dann rein ins Taxi, kurz verhandelt und los gings. Noch schnell meine Schulstunden abgesagt und an andere Lehrer abgegeben und dann gehofft, dass ich das alles finde. Da habe ich mich dann zum Museum durchgefragt, Dr. Eugen Danso getroffen und dann sind wir noch ein bisschen im Museum rumgegangen und ein Fuehrer hat uns ein paar Sachen erklaert. Danach habe ich dann mein Paket ausgehaendigt bekommen und ich bin noch mit dem Auto das sie gemietet hatten und einem Kuenstler den wir getroffen haben und der den Weg kannte ins Intrnetcafe von Vodafone gegangen um diesen Blogg zu schreiben und den letzten und den vorletzten Blogg hochzuladen. Ausserdem habe ich noch einige Bilder hochgeladen die man hier(*hier klicken*) runterladen kann.

Ich muss jetzt leider weg wei meine Zeit ablaeuft. Also dann bis zum naechsten Mal, Jakob

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Nachtrag zum 05. 11., am 11. 11. 2011

In letzter Zeit habe ich leider kein Internet und kann deshalb meine Bloggs nicht so gut hochladen. Also seit Dienstag den 8. kommt die Sache mit dem Projekt von Max jetzt endlich ins Rollen. Er hat sich jetzt viele verschiedene Projekte angeschaut und wird jetzt wahrscheinlich in einem Projekt arbeiten, wo er Behinderten dabei hilft etwas zu lernen mit dem sie ihren eigenen Lebensunterhalt finanzieren können. Das hört sich wirklich gut an und er muss jetzt nur noch ein paar Formalitäten klären und wegen der Bezahlung schauen ob das seine alte Organisation übernimmt. Danach wird er dann wieder bei uns ausziehen und bei „Los zu Ghana“ in den Schlafräumen der Freiwilligen fürs Wochenende schlafen.

Das Wetter hat sich jetzt wirklich wieder beruhigt und es regnet nur noch am manchmal am Abend.  Gestern Abend hat es so stark geregnet wie schon lange nicht mehr, wie fast noch nie. Man hat schon einige Minuten vorher ein Brausen gehört, ohne dass man wusste was es ist. Irgendwann haben ich es mir dann gedacht aber als es los ging hat man wirklich sein eigenes Wort nicht mehr verstanden. Wir waren einmal bei Regen in einer Bar, das heißt man sitzt draußen und versucht sich unter einem Vordach zu verkriechen, als die Straße vor der Bar zu einem Fluss wurde. Die Bezeichnung „Straße“ wird dem allerdings nicht ganz gerecht, es war eher ein Flussbett das geflutet wurde, so sehen allerdings die allermeisten ghanaischen Straßen aus, wenn sie nicht zur Abwechslung mal geteert sind. Das Phänomen Regen beinhaltet neuerdings aber auch, dass es nach einer kurzen Zeit wieder aufhört zu regnen. So konnten wir z. B. nach 20 Minuten wieder trockenen Fußes aus unserem Versteck unter dem Vordach und zur Straße gehen um uns ein Taxi zu holen. Gestern bin ich dann allerdings während dem Regen eingeschlafen, was sehr entspannend war.

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05. 11. 2011

Ja hallo und erst einmal Entschuldigung, dass ich jetzt schon seit fast 3 Wochen nicht mehr geschrieben habe. Es wird einfach immer mehr zum Alltag in Ghana zu leben, und über den Alltag zu schreiben fällt einem viel schwerer als über eine spannende Reise, die dieser Aufenthalt am Anfang ununterbrochen war. Jetzt ist es einfach schön noch weitere 5 Monate hier verbringen zu können und Ghana in vollen Zügen zu genießen.

Nun zum praktischen Teil: Wir haben ja wie beschrieben einige Zeit bei Peter, dem anderen Freiwilligen, in der Bibliothek in der Montesorischule gearbeitet. Das hatten wir auch mit dem Direktor der Schule abgesprochen und er hielt das für eine genauso gute Idee wie wir und hat uns zu verstehen gegeben, dass, falls er Bücher abgeben würde, uns dabei als erste beteiligen würde. Das war uns dann schon Zusage genug und hat auch ganz gut als Abwechslung getaugt, zum doch manchmal recht eintönigen Schulalltag. Dann, nach etwa einer Woche, kam eine Frau vom Vorstand, vor der Peter uns schon „gewarnt“ hatte, und meinte wir hätten da doch mal etwas zu bereden. In ihrem Büro meinte sie dann, dass das ja so nicht ginge, dass wir in ihrer Schule arbeiten würden ohne dass wir zu Peters Organisation gehören, die einen Vertrag mit der Schule hat. Sie hat ja dann keine Übersicht mehr wer auf dem Schulgelände ist und wer das auch darf und wer dazugehört und wer nicht. Das ist zwar absoluter Schwachsinn weil die drei weißen mehr zwar auffallen wie es nur Weiße in Afrika können. Trotzdem dürfen wir jetzt nicht mehr in der Bibliothek helfen und Peter nur noch besuchen, bis man nicht mit den Schulgründern aus Amerika nicht über uns und über den Verbleib der übrigen Bücher gesprochen hat.

Eine schöne Veränderung dagegen ist, dass Konrad jetzt in das wohl genialste Zimmer gezogen ist das ich je gesehen habe. Über der außerhalb gelegenen Küche gibt es ein kleines „Turmzimmer“, das bisher immer von der jüngsten Tochter oder Adoptivtochter, wie auch immer, bewohnt wurde. Es gibt an jeder Seite ein großes Fenster und ist deshalb wunderschön hell. Hoch führt eine Beton-Wendeltreppe ohne Geländer, wo man in der Nacht schon mal Angst haben kann daneben zu treten. Da ist jetzt eben Konrad mit seinem Ganzen Zeug hochgezogen und ich habe das alte Zimmer mit dem Doppelbett ganz für mich alleine.

Nicht so schön: Ich habe mein Handy vor kurzem nachts im Taxi verloren. Wir saßen zu acht im Taxi (plus Fahrer) und da muss es mir wohl im Gedränge aus der Tasche gerutscht sein. Jetzt habe ich mir am vergangenen Mittwoch ein Neues gekauft, muss wohl irgend so eine Billigkopie aus China sein weil ich habe jetzt umgerechnet 70€ für ein LG gezahlt. Es ist gar nicht so schlecht aber am Freitag hat der Touchscreen dann gar nicht mehr funktioniert und ich habe es jetzt zurückgegeben und die wollen das jetzt wieder hinbiegen, mir soll’s recht sein. Am Montagabend  kann ich es Abholen, man wird ja sehen.

Vor einer Woche, am Samstag den 29., ist ein anderer Freiwilliger nach Kumasi gekommen, den wir im Flugzeug kennengelernt haben. Er war jetzt für zwei Monate in Bolgatanga, ganz im Norden von Ghana. Jetzt ist aber das Projekt, ein Waisenhaus, geschlossen worden. Der Pastor der das Projekt geleitet hat, hat scheinbar nur in die eigene Tasche gewirtschaftet und die Kinder waren teilweise unterversorgt. Jetzt hat Max aber kein Projekt mehr und wohnt seit Sonntagabend bei uns in Konrads Zimmer. Er sucht jetzt fleißig selber nach einem neuen Projekt und es scheint ziemlich sicher, dass er jetzt bei „Los zu Ghana“ unterkommt, der Organisation wo auch Nico ist. Da wird er dann entweder wieder in einem Waisenhaus arbeiten oder an einer Schule unterrichten, genau wie wir.

Apropos Schule: Unser Schulalltag ist manchmal ehrlichgesagt schon etwas langweilig und wir müssen uns dringend mal eine andere Beschäftigung suchen die man zusätzlich noch machen könnte wenn wir keinen Unterricht haben aber trotzdem an der Schule sein müssen. Der Plan hinter dem Prinzip ist, dass man dann für andere, fehlende Lehrer einspringen kann. Da ich aber noch nie für einen anderen Lehrer eingesprungen bin und das auch noch nie musste, halte ich das für Schwachsinn und würde meine Zeit eigentlich gerne anders verbringen als damit, stundenlang im Lehrerzimmer rum zu gammeln. Der ICT Unterricht ist immer noch genauso theoretisch wie vorher. Allerdings haben wir jetzt wenigstens 2 Computer die jetzt auch schon einmal benutzt wurden.  Das hat die Schüler echt zum ausflippen gebracht, als wir ihnen gesagt haben, dass es jetzt in den Computerraum geht. Als wir da waren sind sie dann total ausgerastet und haben nur Scheiß gemacht und nur die Hälfte der Schüler hat wirklich auf den Computer geschaut, die andere Hälfte hat sich durch den Raum gejagt, den anderen Computer dabei umgeschmissen usw. Der sonstige Unterricht läuft eigentlich so ab, dass der andere ICT Lehrer, mit dem ich mir die Stunden teile, meist den Lehr-Part übernimmt und ich schreibe dann meist noch was an die Tafel. Oft übernimmt er aber auch die ganze Stunde und ich habe dann den ganzen Tag frei und sitze nur im Lehrerzimmer rum. Manchmal gibt es dann noch Hausaufgaben zu verbessern was meist mit viel Gelächter verbunden ist. Ein Beispiel: Die Aufgabe war, die Schritte zu beschreiben wie man nach einer bestimmten Kirche in Ghana suchen würde. Im Unterricht hatten wir besprochen wie man allgemein die Suchmaschine Yahoo! bedient und dann noch wie man mit Google z.B.  nach Universitäten in England sucht. Als Antwort auf die Frage mit der Kirche in Ghana haben dann einige einfach alles zu dem Thema aus ihrem Buch kopiert. Einige hatten es vollkommen richtig, haben dann allerdings noch den Part über die Google-Suche nach den Universitäten abgeschrieben, was ja vollkommen überflüssig war. Eigentlich keiner hat die Google-Suche weggelassen und somit wirklich die volle Punktzahl verdient, manche haben aber den ersten Teil wirklich gut gemacht, von denen ich vermute, dass sie schon mal im Internet waren und wissen wie das geht. Das ist dann schon manchmal etwa entmutigend wenn man so gar kein Resultat von seinem Unterricht erkennen kann und man das Gefühl nicht los wird, dass die Schüler sich einen Scheiß darum scheren was man ihnen beibringt und sich nicht im Entferntesten anstrengen und zur Abwechslung mal selbstständig denken. Das ist aber sowieso das Problem bei dem ganzen Schulsystem, es ist gar nicht darauf ausgelegt die Schüler zum Denken sondern nur zum Auswendiglernen zu erziehen was ja mal überhaupt keinen Sinn macht. Auch wenn man den Stoff vom letzten Mal abfragt antworten sie in genau dem Selben Wortlaut wie man es gestern an die Tafel geschrieben hat.

Trotz Allem ist es schön hier zu sein. Die Sonne scheint jetzt eigentlich ununterbrochen, Es gibt zwar schon immer wieder Wilken aber es regnet nur noch ganz selten und meist abends oder nachts. Es ist also alles in Ordnung „hier unten“ und mir geht’s gut. Ich hatte auch immer noch keine Malaria ich Glücklicher!

 

Also dann bis zum nächsten Mal, Gruß Jakob.

 

PS: Am Montag ist keine Schule, weil da scheinbar die muslimischen „Weihnachten“ sind, habe ich gehört. Keine Ahnung, aber ein freier Tag hört sich trotzdem gut an. J

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